Neuigkeiten

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Laubfegen

Am 12.11.2022 findet unser diesjähiges "Laubfegen" statt. Dazu laden wir alle Dauercamper und Bungalowbesitzer herzlich ein.

Geplante Arbeiten:
• Laubfegen / Reinigung von Straßen & Wegen
• Winterfest-machen aller Außenanlagen

Bitte melden Sie bis zum 04.11.2022 Ihre Teilnahme mit Anzahl der Personen in der Rezeption.

Frühling

Beachbar geöffnet

Osterhighlights am Stausee Oberwald

Das Osterwochenende ist gespickt mit Highlights am Stausee Oberwald. Am Freitag öffnet unsere Sommerrodelbahn endlich wieder seine Tore für große und kleine Gäste und hat täglich von 11:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Auch die wunderbar österlich geschmückte Abenteuer Minigolfanlage lädt zum Spielen ein. Am Samstag öffnet dann erstmalig und ganz offiziell die nagelneue Beachbar „Werk#82 Trink/BAR/es" vom Betreiber der „Hell's Kitchen". Unter echten Palmen im Liegestuhl einen Cocktail trinken? Das ist nun auch am Stausee Oberwald möglich.

Für das Osterhighlight des Wochenendes sorgt ebenfalls der Imbiss „Hell's Kitchen", denn am Sonntag findet in unserem Erholungsgebiet ab 13:00 Uhr eine große Ostereiersuche mit über 1.000 Eiern statt. Neben kleinen Preisen gibt es auch vier goldene Eier – sozusagen die Hauptgewinne. Für die vier goldenen Eier werden am späten Nachmittag Preise auf der Bühne verlost. Neben Ostereiersuche und Livemusik in der Beachbar wird es auch Kinderschminken, eine Hüpfburg und ein Kinderkarussell geben. Und vielleicht lässt sich an diesem Tag ja auch der Osterhase mal blicken.

70 Jahre seit dem 1. Spatenstich

1. März 1952, wer kann sich noch erinnern?

Die meisten von uns wohl nicht. Es war der Tag, mit dem weitreichende Veränderungen zunächst für Reichenbach und Obercallenberg eingeleitet wurden. An diesem Tag erfolgte der 1. Spatenstich für die Nickelgrube in Obercallenberg. Damit wurde ganz offiziell mit der Erschließung der Nickelerzlagerstätten in unserer Region begonnen. So wurden zunächst der Lokschuppen und der Bahnhof mit Gleisanlagen und Bahndamm, die Werkstätten, die Büros und der Speisesaal gebaut und natürlich der 1. Tagebau zur Förderung des nickelhaltigen Gesteins in Betrieb genommen.
Es folgte der Bau der Erzbahntrasse nach St. Egidien zur Beförderung des Erzes und seiner Verarbeitung in der zur gleichen Zeit im Aufbau befindlichen Nickelhütte. Nachfolgend wurden die Bahnanlagen nach Richtung Langenchursdorf und Falken zu den dortigen Lagerstätten errichtet.
Viele dieser Veränderungen der Landschaft und damit einhergehende Eingriffe in die Natur sind heute noch sichtbar. Das bekannteste Beispiel hierfür ist wohl
der Stausee Oberwald, ursprünglich als Lagerstätte Süd I bezeichnet, ein weiteres der Bahndamm zwischen Reichenbach und Callenberg, der heutige Radweg.
Viel Interessantes und Wissenswertes zur Geschichte des Nickelabbaus in der Region ist in der Kulturellen Begegnungsstätte Reichenbach zu sehen. Dort werden nicht nur Mineralien, sondern auch u. a. Dokumente zur Geschichte und Alltagsgegenstände aus der aktiven Zeit der Erzförderung ausgestellt.
Die Dauerausstellung ist geöffnet zu den Öffnungszeiten der KBR und jeden 1. Sonnabend im Monat von 14.00 bis 17.00 Uhr. An diesen Tagen sind fachkundige Führungen und Erläuterungen möglich.
Aber was ist das Besondere am Nickelabbau in Callenberg? Der Nickeltagebau in unserer Gemeinde war der einzige in Europa. Das ist ein besonderes Alleinstellungsmerkmal und für Fachleute und sachkundige Bürger weit über Sachsen hinaus bekannt und interessant.
Weitere Informationen finden sich auch in der Broschüre „775 Jahre Reichenbach". Diese kann noch in der KBR erworben werden.
Zum Schluss noch eine Bitte: zur Erweiterung der Ausstellung suchen wir weiterhin alles zur Erzförderung und -verarbeitung, aber auch Fotos und Dokumente der Nickelgrube bzw. Nickelhütte als Betrieb so z. B. von Feiern zu bestimmten Anlässen in oder mit der Brigade usw. Bitte werfen Sie nichts weg, sondern stellen Sie es der Nachwelt zur Verfügung.

Glück auf!

Dr. Frank Köhler
Ortschronist Reichenbach

Kultur-Erlebniswelt am Stausee geplant

Erschienen in der "Freien Presse" Hohenstein-Ernstthal am 15.10.2021

Abseits der Öffentlichkeit arbeitet das Lichtensteiner Helmnot Theater seit 2019 an einem der ambitioniertesten Vorhaben seiner 26-jährigen Geschichte. Mit der Tourismus und Sport-Gesellschaft soll am Stausee Oberwald ein Modellprojekt für Sachsen und weit darüber hinaus entstehen.
Callenberg/Lichtenstein. Der unaufhörliche Regen am Donnerstagmorgen lässt die verlassene Westernstadt am Südufer des Stausee Oberwald gleich noch ein bisschen geisterhafter erscheinen. Verfallende Holzgebäude reihen sich an überall im Gelände verteilte Müllhaufen. Das komplette Gelände liegt seit über zehn Jahren brach. Überreste von Salons und der mittlerweile komplett überwucherten Tribüne kündigen von Tagen, als hier noch Cowboy und Indianer gespielt wurde. Doch das auf "Karl May" ausgerichtete Konzept erwies sich seit 2007 als nicht mehr tragbar.
In diesem verwilderten früheren Bergbaugelände will Dirk Grünig, Geschäftsführer der Wunderräume- Gesellschaft und künstlerischer Chef des Lichtensteiner Helmnot-Theaters, in den nächsten Jahren funkelnde Kultur-Erlebniswelten entstehen lassen. Dabei ist er nicht allein. Seit 2019 arbeitet Grünig mit seinen beiden Firmen an einem Nutzungskonzept zum künstlerischen Bespielen des Geländes.

Ina Klemm, Geschäftsführerin der Tourismus & Sport-Gesellschaft des Landkreises Zwickau, die das Gelände verwaltet, war von Beginn an begeistert von der Idee und dem Konzept. "Wir wollen das Südufer aus seinem Dornröschenschlaf erwecken", erklärte Klemm am Mittwoch bei einer Bürgerversammlung in Callenberg, wo sie das Vorhaben zusammen mit Dirk Grünig zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentierte.

"Wir sahen den Brachzustand, aber auch das Potenzial", erklärte Grünig. Den Zuschlag zur Bewirtschaftung des Geländes erhielt die Wunderräume-Gesellschaft aufgrund ihres Konzeptes und umfangreicher Vorarbeiten im Oktober 2019 vom Aufsichtsrat der Tourismus & Sport-Gesellschaft. Nun galt es, ausgiebige Erkundungstouren zu unternehmen. "Wir haben jeden Meter untersucht, wollten herausfinden, wo die Kabel und Leitungen liegen." Am Ende der herbe Schlag: "Wir müssen alle Medien neu verlegen." Hinzu käme unter anderem eine komplette Durchforstung und Entmüllung, der Abriss aller Gebäude auf dem 54.000 Quadratmeter großen Gelände sowie die Umzäunung. Die Summe aller notwendigen Maßnahmen würde die stolze Summe von rund zwei Millionen Euro verschlingen. Wie Grünig berichtet, habe man Barbara Klepsch, Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Thomas Schmidt, Minister für Regionalentwicklung und die Landtagsabgeordneten Ines Springer, Jan Hippold und Peter Patt (alle CDU) vom Nutzungskonzept überzeugen können. "Sie waren begeistert, dass wir auch während Corona in die Zukunft denken." Aufgrund eben dieses Konzeptes der Wunderräume-Gesellschaft erhielt die Tourismus & Sport-Gesellschaft im September 2021 den Zuschlag für zwei Millionen Euro Fördergelder, die sich aus SED-Altvermögen speisen. Das Geld dient nun ausschließlich der Ertüchtigung des Geländes.

Doch wie genau sieht dieses Konzept aus? "Ich werde keine Rockkonzerte veranstalten und Feuerwerke mag ich grundsätzlich nicht", sagte Grünig den wegen möglichem Lärm besorgten Bürgern Callenbergs am Mittwoch. Stattdessen wolle er auf die Stärken des Helmnot Theaters setzen. Grünig verwies auf zurückliegende Projekte wie die Funkel-Fenster und die Funkelstadt in Dresden. Ein begehbares Bilderbuch der Fantasie soll entstehen. Dazu gehört zum Beispiel als Teilinszenierung des Geländes ein Märchenwald. So könnten bald riesige leuchtende Pilze und märchenhafte Kulissen das Gelände prägen. Dort, wo früher Tipis standen, entstehe ein "Jahrmarkt der Träume." Dabei sollen Architektur und Natur verschmelzen. Grünig zeigt Bilder von grüngesäumten Rundgängen oder knorrigen Baumstatuen.

Mehrmals im Jahr werde es größere Veranstaltungen geben. In den unterschiedlich inszenierten Bereichen können die Besucher Musik, Theater und andere Kunst erleben oder selbst gestalten. Helmnot-Figuren sorgen für die passende Atmosphäre. Natürlich gehören auch Theateraufführungen zum Programm. Auch außerhalb der größeren Veranstaltungen werde das Gelände nicht leer bleiben. Dafür sorgen Freizeit- und Bildungsangebote wie Workshops in allen Sparten für Schulklassen, Familien und Menschen jeden Alters. Bei Veranstaltungen, aber auch den kleineren Angeboten, will Grünig mit Künstlern aus aller Welt zusammenarbeiten: "Es könnte ein einzigartiges Modellprojekt für die Region und weit darüber hinaus werden."

Beim Catering will Helmnot auf regionale Anbieter setzten und auch die Themen Umwelt- und Klimaschutz sind Konzeptbestandteile. Dazu gehört der Einsatz erneuerbarer Energie, umweltfreundlicher Produkte und naturnahe Architektur. Das alles könne natürlich nicht in einem Jahr entstehen. "Wir werden alles schrittweise aufbauen", sagt Grünig, der 2022 mit den ersten Veranstaltungen loslegen will.

Neue Themenhäuser fertiggestellt

Tourismus und Sport GmbH

Sachsenlandhalle
Glauchau
Schloss
Waldenburg
Stausee
Oberwald
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